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Frostfluch: Mythos Academy 2

Frostfluch  - Jennifer Estep, Vanessa Lamatsch Deutsche Rezension:
Tja, wo soll ich anfangen. Bei diesem Buch ist es wirklich schwer es für mich objektiv zu bewerten. Wie im ersten Teil waren wieder einige Dinge, die mich gestört haben, aber trotzdessen habe ich das Buch quasi in zwei Tagen verschlungen und ich konnte mich schwer davon lösen, was eigentlich ein gutes Zeichen ist.

Fangen wir bei den Kritikpunkten an:
Der erste Punkt dafür geht an die Schreibweise, der eigentlich wirklich nicht schlecht ist und auch leicht und schnell zu lesen, ABER dafür kann ich mich einfach nicht mit den saloppen Ausdrücken anfreunden, die Estep zwischendrin einbaut. Da gibt es eigentlich schöne Sätze, wo aber dann die Wörter ‘na ja’, ‘ah ja’ oder ähnliches für mich einiges zerstören. Oder auch die Tatsache, dass Estep wirklich gerne und OFT Wörter doppelt verwendet und nur mit Beistrich trennt. Wie dieses Beispiel hier zeigt (Ein Beispiel von VIELEN!):

Beispiel Wortwiederholungen: “Ich hatte ihr von den Gespräch über den Helheim-Dolch erzählt und von den schrecklichen, schrecklichen Erinnerungen.”
.

Auch muss man sich im Klaren sein, dass fast die ersten fünfzig bis hundert Seiten eine reine Wiederholung des ersten Buches darstellen. Im Ernst – mir kam es hier sogar oft so vor, als ob die Autorin ganze Sätze oder Passagen vom ersten Buch einfach in den zweiten Teil kopiert hätte – wortwörtlich!
Sowie musste ich wieder und wieder den Kopf darüber schütteln, wie oft Gwen Süßes und Ungesundes isst und dabei eigentlich zart und schlank aussieht – in welcher unrealistischen Welt lebt sie?
Außerdem fand ich es störend wie oft – wie auch im ersten Teil – darauf hingewiesen wurde, dass Gwen sich nicht wirklich was aus Geld oder Markenklamotten macht, aber es wird ständig im Buch erwähnt wird und immer wieder grübelt Gwen darüber nach wie ‚doof‘ die anderen nicht sind, weil sie so super-chic Markenklamotten/ Marken Make-up tragen, teure Autos fahren, ‚schickimicki‘- Essen in sich hineinstopfen und so weiter und so fort, und ich übertreibe nicht, DAS zieht sich durch das ganze Buch?! Wenn ihr (oder der Autorin) dieses Thema so egal wäre, dann denke ich darüber doch nicht immer nach und erwähne es, oder? Derartiges ist mir in noch keinem anderen Buch untergekommen und es hat mich nach einer Weile wirklich schon genervt.

Auszug als Beispiel: “Die Walküre aß tatsächlich Hummer zum Frühstück – und genoss jeden einzelnen Bissen. Bäh. Hummer war eigentlich noch eins der harmloseren Gerichte in der Cafeteria. Kaviar, Schnecken und Kalbfleisch gehörten zum Standardprogramm bei Frühstück, Mittagessen und Abendbrot, genau wie anderes Schicki-Micki-Essen. Selbst die normalen Gerichte – wie Lasagne, Brathähnchen oder der Fruchtsalat, den ich gerade aß – hatten immer seltsame Zutaten, seltsame Soßen oder bizarre Beläge. Aber die anderen Jugendlichen liebten das ganze erotische Zeug, weil sie bei ihren obszön reichen Eltern damit aufgewachsen waren.”
.

Hinzu kommt leider, dass diese Romanze mit Logan und Gwen weitergeht, was einige von euch vielleicht freuen wird, mich aber nicht. Ich weiß nicht, was dieser Logan zu bieten hat, außer einen muskelbepackten Körper und blaue Augen, aber vom Charakter kann er mir leider nichts interessanten zeigen. Er hat einen Ruf mit Mädchen und Bettgeschichten, wo man am liebsten davon laufen möchte, doch Gwen vergöttert ihn wie einen Prinzen – ist er aber nicht. Ich muss zugeben, dass ich mir zwar gewünscht hätte, dass jemand anderes in Gwens Leben tritt, mit dem sich zukünftig eine richtige Romanze ergibt. Aber leider nein.

Und trotz all den negativen Punkten, habe ich das Buch flott beendet, da ich rasch durch die Seiten gelesen habe, weil ich immer auf irgendwas Tolles gewartet habe… aber es gab nur wenige wirkliche Highlights darin. Trotzdem hatte ich ein wenig Spaß beim Lesen, wenn ich ein Auge zudrücke und ignorieren. Den dritten Teil will ich aber auch noch lesen, um der Autorin noch eine Chance zu geben und um so sehen ob es besser wird für mich.

German Cover:
Ein wunderschönes Cover, das sehr ähnlich gehalten ist wie das vom ersten Teil, wobei mir hier die lila Farbe und auch die Augen selber viel besser gefallen. *schön*

All in all:
Keine Ahnung ob es an mir liegt oder am Buch, aber es war leider nur durchschnittlich. Könnte aber trotzdem vielen gefallen, vor allem für Leser von Jugendbüchern, die eine einfache Zerstreuung suchen und etwas – ein klein wenig und klischeebehaftet – über die griechische Mythologie lesen wollen.
Für mehr Info: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/10/15/rezension-frostfluch/