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Das Lied von Eis und Feuer 7: Zeit der Krähen
George R.R. Martin

Der Thron Der Sieben Konigreiche (A Storm of Swords)

Der Thron der Sieben Königreiche. Das Lied von Eis und Feuer 03. - George R. R. Martin Deutsche Rezension:
‚Episch‘ – das ist wohl das Wort, das am besten das Buch und die Geschichte dahinter, mit all seinen unglaublichen Facetten und heroischen Charakteren, beschreibt.
Es hat sich in diesem Buch (oder im Deutschen in den zwei Büchern) so viel getan, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll!
Am besten einmal mit der Schreibweise von Martin, die wie auch in den anderen Büchern gut und schnell zu lesen ist. Er übertreibt es nicht mit seinen Beschreibungen, obwohl alles schön und bildhaft ausgeschmückt ist und ein Film vor dem inneren Auge abläuft. Leider nimmt er es manchmal etwas zu genau mit den Familiengeschichten der einzelnen Clans und deren Herkunft und Hintergrundgeschichten-zwar nicht so übertrieben wie Tolkien mit Frodos Verwandten-aber es kratzt ziemlich an der Grenze und das ist in meinen Augen teilweise auch überflüssig und zu übertrieben und genau.

Ansonsten gibt es nicht viel was ich bemängeln könnte. Es war ein stätiges up- und down für die Charaktere im Buch und ich konnte mich nur schwer entscheiden, von wem ich nun lieber lesen wollte. Alle haben viele Schicksalsschläge erlitten und die Hauptcharaktere kamen in diesem Buch nur von einem Unglück zum nächsten und die meiste Zeit habe ich oft mit ihnen gebangt und gehofft, dass sie nicht sterben. Seit dem Ende von ‚Das Erbe von Winterfell‘ wissen wir ja, dass Martin nicht lange herum fackelt und sogar Hauptcharaktere sterben lässt. Was sich zwar sehr extrem finde, weil man nie weiß ob es gut gehen wird oder nun ein wichtiger Charakter stirbt, aber auf der anderen Seite gleichzeitig auch mehr Spannung und Nervenkitzel bedeutet, gerade deswegen, weil man nicht weiß, ob ein Lieblingscharakter wieder heil aus einer Zwicklage heraus kommt oder eben nicht.

Meine Lieblinge sind nach wie vor Jon Snow – er ist und bleibt mein absoluter Held in der Geschichte auch wenn er manchmal zu viel Heroismus zeigt und sich selber in gefährliche Situationen bringt, nur um zu beweisen dass er gut ist, dass er mehr sein kann als ein Bastard. Manchmal bricht es mir das Herz und manchmal könnte ich ihn deswegen nur Ohrfeigen oder schütteln, damit er wieder einen klaren Verstand bekommt und nicht immer sein Leben riskiert.
Bei Arya erging es mir oft ähnlich. Die zwei ähneln sich meiner Meinung nach sehr, mit ihrer Sturheit, wie auch ihrem Durchhaltevermögen und dass sie immer weiter machen, egal wie prekär oder aussichtslos es auch erscheint. Außerdem ist Arya frech und hat ein loses Mundwerk und solche Figuren erobern sowieso immer mein Herz.
Stansa und Catelyn haben sich zwar etwas gebessert, aber sie gehören immer noch nicht zu meinen Lieblingscharakteren. Es hat sich nun eher dazu entwickelt, dass ich sie toleriere, weil auch sie viel Schreckliches erlebt haben, aber wirklich kümmern tue ich mich auch nicht um sie und ihre Kapiteln waren auch deshalb nicht meine Highlights.
Dafür konnte mich der Zwerg Tyrion wieder einmal überzeugen und ich mag auch Shae und bin gespannt wie es sich nun mit ihm oder vielleicht gemeinsam mit ihr entwickeln wird.
Leider war in diesem Buch nicht wirklich viel Positives oder sehr interessantes mit Dany, welche ich besonders zu Beginn der Serie sehr gemocht habe. Aber hier verliert sie leider etwas von ihrer Sympathie und wirkt manchmal auch zu verbissen und widerspenstig, obwohl sie es ja sein muss, weil sie die Herrscherin ihres Kahls ist, aber trotzdem war sie mir schon einmal lieber und ich hoffe das ändert sich im nächsten Teil wieder.

!!! Von nun an SPOILER !!!

Und ich muss gestehen, dass ich am Ende ein paar Tränen vergossen habe. Ich habe mich zwar gefreut wieder ein Kapitel von Bran zu lesen und zu erfahren, dass er und Rickon wohl und munter sind, aber es war auch traurig zu lesen wie es Winterfell ergangen ist. Auch für mich ist Winterfell, seitdem ich diese Reihe lese, ein kleiner Rückzugsort geworden und das ultimative Zuhause der Hauptcharaktere und es hat mir selber weh getan, das Alles tot und verlassen zu sehen. Auch fand ich es sehr traurig, dass doch wieder soviele sterben mussten, auch obwohl man immer damit rechnet, ist es dann manchmal doch eine schlimme Überraschung.
Für mehr Info: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/09/10/rezension-das-lied-von-eis-und-feuer-2-12-2/