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MartinaBookaholic

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Blutopfer

Blutopfer - J.R. Ward Meine Gedanken zum Buch:
Zu Beginn möchte ich sagen, dass ich gleichzeitig ‚Nachtjagd‘ und ‚Blutopfer‘ rezensieren werde, da die beiden sowieso zusammen gehören, und es bei der deutschen Edition aus einem Band ‚Dark Lover’, auf zwei Bände geteilt wurden. Was auch der Grund ist, warum ‚Nachtjagd‘ bei vielen eine schlechte Bewertung bekommt, was keine Verwunderung ist, da dieser Teil mitten in der Geschichte und ohne Ende aufhört. Ich finde es wirklich schade, dass im Deutschen zwei Teile daraus gemacht wurden, werde mir aber darüber keine Gedanken mehr machen und nun das gesamte Werk von Ward bewerten.

Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen, obwohl ich befürchtet habe, enttäuscht zu werden, da dies bei mir oft zutrifft, wenn viele Leute von einem Buch schwärmen – doch hier hat es auch für mich gepasst und ich wurde ebenfalls verzaubert. Auch meine anfängliche Skepsis, weil es wieder ein Vampir-Buch ist und ich schon zu genüge davon hatte, konnte ich nach kurzer Zeit abschütteln. Besonders da die Vampirgeschichte hier komplett neu aufgerollt wird und gängige Klischees, die mit dem Vampirismus einhergehen, nicht stattgefunden haben, sondern sogar im Buch selber veralbert werden *ganz klasse* ;)
Mir gefällt es hier zum Beispiel sehr gut, dass die Vampire nicht menschliches Blut brauchen, um zu überleben und stark zu bleiben, sondern sie trinken von einem Vampir des anderen Geschlechts. Viele gehen dazu sogar eine Bindung mit einem Vampir ein und bleiben dann auf längere Zeit nicht nur durch ihre Blutlust zusammen, sondern auch wegen ihrer anderen ‚Triebe’, welche sie mit einer eigenen Zeremonie offiziell machen können. Die weibliche Vampirin wird dann auch ‚Shellan’ genannt, was so etwas wie Ehefrau bedeutet und der männliche Part heißt ‚Hellren’, kurz auch ‚Hell’ genannt, wie die Hölle auf Englisch und meiner Meinung manchmal auch sehr passend. :)

Mir gefiel die Geschichte die im Hintergrund erzählt wurde und den jahrhundertelangen Krieg zwischen den Vampiren und den Seelenlosen Vampirjägern, den ‚Lessern’, erzählt. Leider konnte im ersten Buch noch nicht genau auf diese alte Fehde eingegangen werden oder auch nicht auf die Vampir-Gesellschaft, wie sie in Ward’s Buch leben, aber das hätte auch die Grenzen des Buches gesprengt und wird mit Sicherheit genauer in den vielen Folgebändern kommen. Außerdem war das Buch sehr flüssig und leicht zu lesen und es gab bezüglich Schreibweise überhaupt keine Probleme, sondern es wurde alles detailiert geschildert, um sich alles genauestens mit dem inneren Auge vorzustellen – wie in einem Film. ;)

Und nun zu den Charakteren – den Glanzstücken in diesem Buch! Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber Ward hat wirklich ein Händchen dafür, trotz dieser vielen Charaktere, jeden eine eigene Persönlichkeit und einen individuellen Charakterzug zu verpassen, sodass sie ungeachtet ihrer etwas unüblichen Namen auseinander zu halten sind und trotz ihrer überlaufenden ‘Testosteron-ausschüttenden‘ Darstellung, doch auch Charisma, Charme und Humor beweisen. Über Beth und Wrath brauche ich wohl nicht viele Wörter zu verlieren, denn die beiden funktionieren einfach und sind zusammen ein unschlagbares Team.

Besonders Wrath hat mir mit seiner ‚harter Kerl’-Nummer und sich ständig fragend ‚wie er sich in einen halben Menschen verlieben kann’, sehr gut gefallen und mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht.
Auch Beth ist sympathisch, willensstark und lässt sich von niemanden etwas vorschreiben, egal wie viel Angst sie hat, und daher ist sie vielleicht ein etwas unnötiger Dickkopf, aber dafür auch mutig und selbstsicher.

Von den anderen Charakteren ist mir auch Rhage, auch Hollywood genannt, Butch, Vishous und Thor sehr positiv aufgefallen und bin schon sehr gespannt auf ihre Geschichten und Erzählungen. Was mich auch noch neugierig zurücklässt, nach dem ersten Teil, ist die Frage, was nun in Zukunft mit den Lessern, dem blinden König und auch Darius passieren wird.
Dieses Buch hat für mich zwar viele Fragen offen gelassen, aber ich mache mir keine Sorgen, sie bald in den nächsten Büchern beantworten zu bekommen und bleibe, nach dem Ende dieses Buches, mit einem wunderbaren Seufzer und sinnlichem Lächeln auf meinen Lippen zurück. Wirklich großartig!.

Cover:
Die Cover sind für mich nicht besonders ansprechend, obwohl die deutschen Cover schöner, als die englischen sind. Daher bin ich froh, das Buch auch trotz der Aufmachung gelesen zu haben..

All in all:
Ein leidenschaftliches, spannendes Buch, das nicht nur als ‚feuchte Nachtlektüre’ angesehen werden kann, sondern neben dem Erotikteil auch durch eine intelligente und mitreißende Geschichte besticht, die charmant und witzig ist. Eine glatte Empfehlung von mir! An alle, die sie noch nicht gelesen haben – es wird Zeit dafür, also ab mit euch und holt die ersten beiden Bücher: am besten noch heute! :) *Top*!

Für mehr Info, besuche meinen Blog:
http://martinabookaholic.wordpress.com/2013/05/27/review-nachtjagd-blutopfer/